Common Ground

Vom 26.05. - 02.06.2024 hat die BAG Spiel & Theater gemeinsam mit der Abteilung Künstlerische Vermittlung & Interaktion des Niedersächsischen Staatstheater Hannover, dem Kulturbüro der Stadt Hannover und dem Studiengang Darstellendes Spiel der Leibniz Universität Hannover das internationale Jugendpartizipationsprojekt „Common Ground“ durchgeführt. Am Austauschtreffen in Hannover haben junge Theatergruppen und -projekte aus Ghana, Malawi, Tschechien, der Türkei sowie aus der Stadt und Region Hannover teilgenommen.

Im Mittelpunkt der Theaterbegegnung stand die internationale Begegnung verbunden mit den Fragen: Welche Voraussetzungen sind notwendig, um Gemeinschaft(en) bilden zu können - nachhaltig, inklusiv, transkulturell? Wie sind in diesem Prozess Gemeinsamkeit und Differenz wirksam? Wie werden in der sozialen Praxis des Theaters Gemeinschaften konkret hergestellt und gesellschaftliche Veränderung angestoßen? Wie geht gleichberechtigtes Arbeiten in unterschiedlichen sozialen und globalen Kontexten? In welchem Maße artikulieren und verhandeln die jugendlichen Teilnehmenden Bedürfnisse, Ziele, Fantasien, Wünsche und Ideen? Welche spezifischen Bildungserfahrungen finden statt?

Dabei war der Fokus des Projektes, junge Menschen mithilfe von Theater, nachhaltig zu stärken (Empowerment) und vielfältige Möglichkeiten zu aktiver gesellschaftlicher Teilhabe und Gestaltung aufzuzeigen und mit ihnen gemeinsam Umsetzungsformate und Zugänge zu entwickeln und umzusetzen. Während des Treffens in Hannover wurden unterschiedliche Formate des gemeinsamen Ausprobierens und Handelns angeboten. Die durchgeführten Lern- und Vermittlungsformate ermöglichten eine Vielfalt an partizipativen, sozialen und ästhetischen Erfahrungen. In gemeinsamen Proben, Werkstattberichten über die eigene Theaterarbeit, in Lectures, Workshops und in mehrsprachigen, moderierten Feedbackrunden bildete sich ab, wie theatrale Formate und Methoden jungen Menschen einen Raum bieten, in dem sie Beteiligung erfahren und unterschiedliche, auch ungewöhnliche, Wege ausprobieren können, um konkrete Erfahrungen anschließend auf ihre eigenen Lebenskontexte übertragen zu können. Die Teilnehmenden setzten sich in kreativer Atmosphäre mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten ihrer jeweiligen Lebensrealitäten und Perspektiven auseinander und lernen miteinander und voneinander.

Die Ausrichtung des Festivals baute auf den Erfahrungen aus vorherigen gemeinsamen
interkulturellen Projekten der Kooperationspartner, wie den internationalen Festivals fairCulture – Die Welt  von morgen im Jahr 2013 und 40 Ways To Make the World a Better Place  im Jahr 2018, auf und fokussierte im COMMON GROUND Projekt den transkulturellen und inklusiven Austausch der jugendlichen Teilnehmer*innen.

Zielgruppen des Projektes waren vor allem die Jugendlichen aus internationalen und regionalen Theaterprojekten, die in schulischen und außerschulischen Bildungskontexten mitwirken. Das Projekt richtete sich hierbei insbesondere an junge Menschen, die durch Rahmenbedingungen jeglicher Art an gesellschaftlicher teilhabe gehindert werden.

 

Eindrücke der Theaterbegegnung Common Ground

Text Common Ground